Project Support
Aus Royston Maldooms weltweitem und langjährigem Engagement haben sich einige langfristige Programme und Tanzinitiativen entwickelt, die neben dem Community-Aspekt der künstlerischen Arbeit auch professionelle und international arbeitende Tänzer hervorgebracht haben. Um die Kontinuität und Nachhaltigkeit dieser Projekte und Möglichkeiten für sozial, ethnisch, gesundheitlich o. a. Benachteiligten zu erhalten und weiterzuentwickeln braucht es anhaltende Unterstützung. Insbesondere die Projekte in Äthiopien mit der Adugna Dance Company und mit Straßenkindern in Peru und Kolumbien sind es, wo Ihre Unterstützung zur Zeit am meisten gebraucht wird – ausführlichere Beschreibungen finden Sie weiter unten. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Roystons Philosophie teilen und sich für seine Arbeit bzw. die Menschen dort mit-engagieren möchten:
Für Spenden:
Verein Internationales Jugendtanztheater Duisburg e.V. (bitte unbedingt angeben)
Verwendungszweck: Maldoom Project Support (bitte unbedingt angeben)
Stadtsparkasse Duisburg
BLZ 350 500 00
Konto 219 00 2201
Die Projekthilfe kommt in vollem Umfang ausschließlich den Tänzerinnen und Tänzern der beschriebenen Projekte zugute!
Da Royston Maldooms Arbeit vollständig eigen-finanziert ist und er keine öffentlichen Mittel dafür beansprucht, ist jede finanzielle Unterstützung von Ihnen eine große Hilfe für die Projekte in Äthiopien, Peru und Kolumbien!
Wenn Sie als Spender genannt werden möchten oder eine Spendenbescheinigung benötigen, senden Sie gerne Ihre Kontaktdaten unter Angabe der gespendeten Summe an: office@royston-maldoom.org
ÄTHIOPIEN: ADUGNA
1996 choreographierte Royston mit 100 äthiopischen Straßenkindern „Carmina Burana“ in Addis Abeba. Keiner von ihnen hatte bis dahin mit Tanz oder gar klassischer Musik zu tun gehabt und vermuteten bei der Einladung eine Art sportliche Betätigung oder eine vorbereitende körperliche Ertüchtigung für folgende Arbeitseinsätze. Bis dahin versuchte sich die Jugendlichen irgendwie durchzuschlagen, zum Teil gegen massives Vorgehen der Regierung. Zum Schluss des Projektes standen die Straßenkinder erstmalig im Rampenlicht, stolz, konzentriert und tanzten mit Leidenschaft vor tausenden von Besuchern – trotz des Versuchs von offizieller Seite, die Aufführung zu verbieten, da diese öffentliche Aufmerksamkeit für die Straßenkindern auf der Bühne und vor öffentlichem Publikum nicht erwünscht war. Entgegen dem offiziellen Versammlungsverbot von Straßenkindern (was zu der Zeit als „subversive Aktion“ verurteilt wurde) reagierten Eltern, lokale Gemeinden und NGOs, die mit Kindern und Familien am sozialen Rand arbeiteten, begeistert. Um der Bitte nachzukommen, mit seiner Arbeit fortzufahren, entschlossen sich Maldoom und seine Kollegen, die er für dieses Projekt gewinnen konnte, mit äthiopischen Partnern und Künstlern mit einer Gruppe von 18 Kindern weiterzuarbeiten: Mit der Unterstützung lokaler NGOs gründete er die Adugna Dance Company Initiative, mit einem 5-Jahres Programm, in der Kinder zwischen 12 und 15 in traditionellem äthiopischen Tanz und Contemporary Dance sowie Musik, Theater, in Sprachen, Kultur, Gesundheits-und Sozialkunde usw. unterrichtet wurden. Zusammen mit seinen Kolleginnen Mags Byrne und Tammy McLorg konnte es ermöglicht werden, mit einem englischen Tanzdiplom der Middelsex University, London abzuschließen. Die Adugna Dance Company ist bereits in Äthiopien und international getourt; die professionellen Tänzer der Company haben internationale Auszeichnungen erhalten, dabei arbeiten sie weiterhin in Addis in der Community, mit Straßenkindern, älteren Menschen, Behinderten und HIV-Positiven. Um diese Arbeit fortführen zu können und weiteren Kindern diesen Ausbildungsweg zu ermöglichen benötigt die Adugna Dance Company weiterhin kontinuierliche Unterstützung.
Die Spenden des letzten Jahres von 18.000 Euro haben es möglich gemacht, drei Projekte in Äthiopien zu unterstützen, wovon jedes von einem der Mitglieder der Adugna Dance Company initiiert wurde und jeweils drei verschiedenen Teams der Company involviert:
* Empowerment-Projekt für HIV-positive Frauen in Nordäthiopien
In einem ersten Projekt wird mit HIV-positiven Frauen aus dem Norden des Landes gearbeitet. Bis jetzt wurden erste Kontakte hergestellt und Kick-Off-Workshops mit den Aids-kranken Frauen veranstaltet, die durch ihre Krankheit vom sozialen Geschehen ausgeschlossen sind, oftmals ihre Arbeit verloren haben und als Obdachlose umherziehen. Die Frauen werden durch das Tanzprojekt unterstützt und bestärkt, und die Company wird eine Aufführung und Workshops rund um das Thema Leben als AIDS-kranke Frau organisieren, um damit auch durch andere Städte zu touren. Die Company wird sich durch dieses Projekt vergrößern und fünf der beteiligten Frauen zu permanenten Mitgliedern machen.
* Special Needs- und Aids-Projekte in Addis Abeba
Die zwei anderen Projekte werden in einer ähnlichen Weise durchgeführt, wobei das eine auf Addis Abeba beschränkt ist. Diese Projekte werden sich mit Themen aus dem Bereich Behinderung befassen, eins konzentriert sich im speziellen auf Behinderung und sexuelle Gesundheit, mit einem Schwerpunkt auf behinderte Menschen und Aids. Beide Projekte werden von Adugna Tänzern organisiert und Mitgliedern von der Adugna Schwester-Company für behinderte Tänzer (Adugna Potentials). Dies sind junge Männer und Frauen, die in Tanzperformance, Choreographie und im Unterrichten ausgebildet werden um sie zu befähigen, in der Haupt-Company mitzuarbeiten, die ursprünglich für nicht-behinderte Tänzer aufgebaut wurden. Der Hauptgrund für die Behinderungen der meisten war Polio in der Kindheit.
Wir danken im Namen aller für Ihre Mithilfe!
PERU: DANCE OF HOPE
Das Projekt „Dance of Hope” startete im November 2003 unter der Leitung von Royston Maldoom in Zusammenarbeit mit dem Ballett San Marcos und Unterstützung des British Council in Lima, Peru. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus den ärmsten Gegenden Limas wurden durch die Tanzprojekte gefördert und gestärkt. Im ersten Jahr des Projektes arbeitete Royston an „Sacre du Printemps“ mit jungen Menschen aus dem Bezirk Los Olivos, einen armen Vorort fern des Zentrums von Lima. Dank der Unterstützung durch das British Council konnte das Projekt bis 2006 fortgeführt werden. Die Weiterentwicklung des Projektes übernahm die britische Choreographin und langjährige Kollegin von Royston, Tamara Mc Lorg gemeinsam mit dem Komponisten Barry Ganberg und peruanischen Musiker und Choreographen, die das Projekt bis heute weiterführen und weitere Bezirke in ihre Arbeit integrieren konnten. Um das Fortbestehen und die Weiterentwicklung des ‚Dance of Hope’ Projekts in Lima zu gewährleisten, wird dringend finanzielle Unterstützung benötigt, die das British Council bedauerlicherweise nicht mehr leistet.
Die Tänzer der San Marcos Company, die für die Arbeit mit den Straßenkindern ausgebildet wurden, werden sehr schlecht bezahlt und erhalten keine Vergütung für die vielen Stunden, die sie mit den Straßenkindern arbeiten. Die Gemeinden selber haben keine finanziellen Mittel, nur Eltern und lokale kleine Organisationen unterstützen das Projekt mit jeder ihnen möglichen Hilfe. Alle sind sich einige darüber, dass das Projekt den Selbstrespekt der teilnehmenden Kinder aufbaut, und eine neue Achtung und Verständnis gegenüber ihren Gemeinden wächst. Eltern und Schülern und beteiligte Organisationen bewirken mit ihrer Unterstützung eine Veränderung im Verhalten, unterstützen die erfolgreiche Sozialisation in die Gesellschaft, Vermindern den Gebrauch von Drogen und Verwicklungen in kriminelle Aktivitäten. Auch ohne diese üblichen Benefit ist es für viele Kinder eine Gelegenheit zu spielen, Spaß zu haben und einfach eine Pause von der beschwerlichen Arbeit auf den Straßen, wo sie ständig dem Risiko der Ausbeutung ausgesetzt sind.
Maldoom Projects
Development & Realisation
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